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Liebe Freund*innen der Koepjohann’schen Stiftung, wir haben uns sehr über Ihre positive Resonanz auf unsere erste Schiffspost gefreut. Vielen Dank dafür und ein herzliches Willkommen an alle, die unseren Newsletter neu abonniert haben! In unserer zweiten Ausgabe lernen Sie Menschen näher kennen, die auf ganz unterschiedliche Weise dazu beitragen, den Willen unseres Stifters umzusetzen. Neben unseren hauptamtlichen Mitarbeiter*innen engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich an verschiedenen Stellen der Stiftung.
Wir hatten Besuch aus Amerika, von dem wir in dieser Ausgabe berichten. Die Familie Koepjohann ist weit gekommen in den über zweihundert Jahren … Viel Freude beim Lesen und herzliche Grüße von Bord! Prof. Dr. Philipp Enger Kuratoriumsvorsitzender
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Aus dem Kuratorium: Drei Fragen an …
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In den kommenden Ausgaben werden die Mitglieder unseres Kuratoriums drei kurze Fragen beantworten. Den Anfang machen Herr Prof. Dr. Philipp Enger, Kuratoriumsvorsitzender, und die stv. Kuratoriumsvorsitzende, Frau Dr. Christine Schlund. Seit wann sind Sie im Kuratorium der Koepjohann’schen Stiftung tätig? Prof. Dr. Philipp Enger: Ich bin seit 2009 im Kuratorium. Dr. Christine Schlund: Bald nach dem Antritt meiner Stelle als Pfarrerin der Sophienkirche im Sommer 2016 wurde ich Mitglied des Kuratoriums und schließlich auch stellvertretende Vorsitzende. Was war/ist Ihr Antrieb – warum sind Sie dabei? PE: Der diakonische Auftrag der Kirche ist für mich absolut wesentlich, ebenso der ethische Anspruch an jeden Menschen, andere Menschen zu unterstützen, wenn sie Unterstützung benötigen. CS: Erstmal ganz einfach: Es gibt diese lange Tradition der Verbindung der Sophienkirche mit der Koepjohann’schen Stiftung und in die bringe ich mich sehr gerne ein. Ich finde es aber auch wichtig, dass sich die unterschiedlichen Träger und sozial engagierten „Player" in einem Stadtquartier gut vernetzen und so viel wie möglich gemeinsam auf den Weg bringen. Auch in diese Sinne sehe ich mein Engagement in der Stiftung. Welche Schwerpunkte hat Ihre Tätigkeit? PE: Als Kuratoriumsvorsitzender sehe ich meine Hauptaufgabe darin, das Kuratorium bei seinen Entscheidungsfindungen zu moderieren, damit es seiner Aufsichtsfunktion im besten Sinne nachkommt. Das Kuratorium sollte die Erfüllung des Satzungszwecks und die Erhaltung des Stiftungsvermögens fest im Blick haben und gleichzeitig den Vorstand bei der Umsetzung dieser Aufgaben inhaltlich beraten und strategisch unterstützen. CS: Gemeinsam mit dem Vorsitzenden nehme ich gelegentlich die Vertretung der Stiftung nach außen wahr und versuche nach innen die Arbeit der Vorstände gut zu begleiten. Mein weiteres Engagement liegt im Bereich des Sozialbeirats, wo ich gerne im Sinne des oben Gesagten wirken möchte.
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Willkommen an Bord der Koepjohann’schen Stiftung
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Frauke Hartmann Teilhabechancen für Senior*innen Frauke Hartmann ist seit Februar 2024 im Projekt Teilhabechancen für Senior*innen tätig. Ob digitale Beratung, gemeinsame Stadt- und Naturspaziergänge, ein philosophischer Buchclub oder das Tanzcafé: Sie schafft im Kieztreff Leipziger Straße Angebote für Senior*innen, die der Vereinsamung mitten in der Großstadt entgegenwirken und eine Teilhabe wieder ermöglichen. Das Projekt wird vom Bezirk Berlin-Mitte gefördert. Foto: (c) Frank Nürnberger
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Aus unseren Einrichtungen: Kieztreff Koepjohann
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„Im schlimmsten Fall wird alles gut.“ Veronika Pelzer, seit 01.12.2024 Leitung Kieztreff Koepjohann
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Für mich gibt es Zeiten, da ist alles gut so, wie es ist. Ich schöpfe Kraft aus einer angenehmen Mischung aus Wiederholung, Modifizierung und Perfektionierung und es könnte noch Jahre so weiter gehen. Und es gibt Zeiten, die benötigen sich wandelnde Bewegung, Umbruch, Überraschungen und frischen Wind. Nach über 15 Jahren Sozialer Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen war dieser Zeitpunkt erreicht: Es brauchte berufliche Veränderung. Ich hängte meinen Job an den Nagel und begab mich auf die Suche nach einem neuen Betätigungsfeld. Eines, in das ich meine Erfahrungen aus der Bildungsarbeit, Beratung, sozialpädagogischen Begleitung und Projektleitung einbringen kann, Gestaltungsspielraum habe und gemeinsam mit anderen etwas bewegen kann. So fanden der Kieztreff und die Koepjohann’sche Stiftung zu mir und ich zu ihnen.
Mir ist es wichtig zuzuhören – zu erfahren, was Menschen bewegt, stört oder freut und was sie verändern oder gestalten möchten. Die Arbeit im Kieztreff bietet mir die Möglichkeit, Räume für Selbstwirksamkeit, Selbstorganisation und Ehrenamt zu eröffnen und das nachbarschaftliche Zusammenleben zu fördern. Es ist spannend, Beziehungen zwischen unterschiedlichen Menschen herzustellen und zu gestalten, Veranstaltungen zu organisieren und gegenseitige Unterstützungssysteme für Menschen jeden Alters zu schaffen. Es macht mir Freude, Bedarfe zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und zu sehen, wie jede einzelne Handlung unser Leben und das unserer Mitmenschen verändern kann. Vor meinem Wechsel konnte ich nicht absehen, wie sich die Sache für mich entwickeln wird. Da ich jedoch zumeist optimistisch durchs Leben gehe, hielt ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Entscheidung meinem Berufsleben eine positive Wendung geben würde. Ich habe den Eindruck, der schlimmste Fall ist eingetreten: Alles wird gut. Foto: (c) Mandy Hausmann
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Ehrenamtlich an Bord: Norbert Sip
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Ob als ehemaliger Inhaber des Kerzenkellers oder durch sein Ehrenamt im Kieztreff: Norbert ist eine feste Größe im Kiez rund um die Sophienkirche und immer zur Stelle, wenn eine helfende Hand gebraucht wird. Wir freuen uns, dass er - als Mann der Tat und weniger der großen Worte – sofort zu einem kurzen Interview bereit war:
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MH: Lebst Du im Kiez und wie bist Du auf den Kieztreff aufmerksam geworden? NS: Ich lebe im Kiez und bin auch ganz in der Nähe geboren. Als Rentner bin ich jetzt oft in unserem Garten, aber wir haben auch noch eine Stadtwohnung im Kiez. Unser Laden, der „Kerzenkeller“, befand sich viele Jahre gleich nebenan und so hatten wir eine enge Verbindung zum Kieztreff. Die damalige Leitung, Rosalie Solas, sprach mich an, ob ich denn nicht Lust hätte, kleine Aufgaben zu übernehmen. Ich habe natürlich sofort zugesagt und so fing alles an. MH: Wie engagierst Du Dich im Kieztreff? NS: Ich startete mit leichten Hausmeistertätigkeiten und mit der Zeit wurde mein Aufgabenbereich immer größer. Ich übernahm unter anderem die technische Vorbereitung und Begleitung von Veranstaltungen wie dem Kieztreff-Sommerfest und der Veranstaltungsreihe „Kiezgeschichten“, zum Beispiel die Lesungen von Octavia Wolle und Claus Bädecker. MH: Was bedeutet Dein Ehrenamt für Dich? NS: Das Ehrenamt bedeutet, jetzt Teil des Teams zu sein, vor allem auch des Koch-Teams. Das ist so eine schöne Sache. Die Arbeit mit den Menschen hat mich schon immer interessiert. MH: Was würdest Du Dir für Deine ehrenamtliche Tätigkeit wünschen?NS: Wünsche habe ich eigentlich keine. Zurzeit bin ich leider nicht ganz so oft im Kieztreff, weil ich viele Arzttermine und da ein paar Baustellen zu beseitigen habe, aber wenn die Mitarbeitenden aus dem Kieztreff anrufen bin ich natürlich sofort da. MH: Vielen Danke für die Einblicke! Das Interview führte Mandy Hausmann, Referentin Öffentlichkeitsarbeit der Koepjohann’schen Stiftung. Foto: (c) Norbert Sip
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Der 6. Juni 1792 ist der Todestag des Stifters Johann Friedrich Koepjohann und somit der Tag, an dem die Koepjohann’sche Stiftung laut Testament gegründet wurde. Nur drei Tage vor seinem Tod hatte Koepjohann dieses Testament unterschrieben. Er hatte aber vorgesorgt, sollte er es nicht mehr schaffen, das Regelwerk der Stiftung selbst zu konzipieren. Er setzte als „Executor Testamentari“ den Hofrat Wilhelm Heinrich Ferdinand Michaelis ein. Die ersten Entwürfe legte dieser König Friedrich Wilhelm II vor, der am 22. November 1792 die Vorschläge Michaelis durch das Oberkonsistorium bestätigte. Ein Dreivierteljahr später, am 20. März 1793 legte Michaelis dann ein Reglement vor, in dem er den letzten Willen Koepjohanns akribisch umsetzte. Das von ihm geschaffene Regelwerk behielt über die Jahrhunderte seine Gültigkeit und gewährleistet noch heute die Arbeit der Stiftung. Für uns Kuratoriumsmitglieder ist es ein besonderer Tag, denn er erinnert uns daran, immer wieder die Segel gut zu setzen und uns den Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Wir segeln noch weiter zusammen, denn wir haben noch einiges zu tun.
Janka Haverbeck Kuratoriumsmitglied
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Foto v. l. n. r.: Prof. Dr. Philipp Enger (2009), Kuratoriumsvorsitzender, Dr. Christine Schlund (2016), stv. Kuratoriumsvorsitzende, Siegfried Hertfelder (2024), Rosemarie Dittrich (2007), Kristian Gaiser (2018), Janka Haverbeck (2014), Heike Wolff-Schickedanz (2020) Foto: Kuratorium (c) Frank Nürnberger
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Auf Spurensuche - Besuch aus Amerika
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Im Juni war es soweit: Tom Olson kam aus den USA nach Deutschland, um die Orte, an denen seine Vorfahrinnen lebten, zu besuchen und mehr über sie zu erfahren. Zu ihnen zählt die Frau unseres Stifters, Maria Elisabeth, geb. Stahlberg. Ein gemeinsamer Blick in unser Archiv zeigte, dass weitere Frauen aus seiner Familie Koepjohannitinnen waren. Johann Friedrich Koepjohann hatte im Jahr 1792 verfügt, mit dem Stiftungsvermögen Witwen und Waisen der Spandauer Vorstadt sowie Frauen aus seiner und der Familie seiner Ehefrau zu unterstützen. Tief berührt war Tom Olson beim Besuch des Grabes der Eheleute Koepjohann im Hof der Sophienkirche. Die Tatsache, dass es den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden hat, ist für ihn als Buddhist ein Zeichen des Spirits seiner Vorfahren, der bis in die heutige Zeit wirkt.
Foto: (c) Mandy Hausmann
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An dieser Stelle möchten wir all denjenigen danken, die unser Wirken unterstützen. Wir haben das Glück, die Soziale Arbeit in unseren Einrichtungen zu einem großen Teil aus dem Vermögen zu finanzieren, das unser Stifter zu diesem Zweck hinterlassen hat. Dennoch wäre vieles ohne unsere Unterstützer*innen nicht möglich. Ob Zuwendungen, groß angelegte Spendenaktionen, das jährliche Weihnachtsessen, Sammlungen beim Gottesdienst, liebevolle Geschenkpäckchen, ein Friseurbesuch für unsere Besucher*innen oder eine persönliche Zeit- oder Geldspende - jeder Beitrag ist unendlich wertvoll. Danke, dass durch Sie so viel (mehr) möglich ist!
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Wir freuen uns sehr, dass Irina Lieske seit 1. Juli 2025 die neu geschaffene Stelle Fundraising besetzt. Wir heißen sie herzlich willkommen! Auch wenn wir gerade von sommerlichen Temperaturen umgeben sind, läuft schon jetzt die jährliche Spendenaktion des Rotary Club Berlin Platz der Republik. Gesammelt wird für das Gänseessen im Advent und Schlafsäcke zu Gunsten unserer Besucher*innen im Frauen*treff Sophie und der Notübernachtung Marie. Auch Ihre Spende hilft: Link zur Spendenaktion
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